Glossar

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AIFM (EU-Richtlinie für Alternative Investmentfonds)

AIFM (EU-Richtlinie für Alternative Investmentfonds)

In dieser Richtlinie werden die Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFM) reguliert, die nicht von der OGAW-Richtlinie (UCITS) erfasst wurden. Betroffen sind sowohl Verwalter mit Sitz in der EU als auch Verwalter aus Drittländern, die ihre Fonds in der EU vertreiben möchten. Der derzeitige Zeitplan sieht ein Inkrafttreten der nationalen Umsetzung Anfang des Jahres 2013 vor.


 

 

Auslandsbanken

Auslandsbanken

Die Auslandsbanken setzen sich aus der Gruppe der ausländisch beherrschten Banken und den Filialen ausländischer Banken zusammen. Erstere sind Banken schweizerischen Rechts mit ausländischem Hauptaktionär bzw. einem ausländischen Aktionär, der einen beherrschenden Einfluss auf die Bank ausübt. Bei letzteren dagegen handelt es sich um rechtlich unselbständige Zweigniederlassungen ausländischer Banken. Die Auslandsbanken stellen eine heterogene Gruppe dar, deren Gemeinsamkeit in einer mehrheitlich ausländischen Kundschaft und im internationalen Bankgeschäft liegt.

Quelle: Schweizerische Nationalbank

 

 

 

Asset Management

Asset Management

Der englische Begriff Asset Management steht für Vermögensverwaltung oder Anlageverwaltung, Verwendung eines Asset Management Systems, Plant Asset Management zur Verwaltung von Vermögenswerten in Form von Anlagegütern eines Unternehmens, die speziell für die Produktion eingesetzt werden.

Quelle: UBS Bankfachwörterbuch

 

 

B

 

 

Bankengesetz

Bankengesetz

 

Das Bankengesetz (Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen) hat den Schutz der Gläubiger und die Stärkung des Finanzplatzes Schweiz zum Zweck. Es regelt die Bewilligungsvoraussetzungen zur Aufnahme der Geschäftstätigkeit einer Bank, die Geschäftstätigkeit selbst und die Rechnungslegung. Ausserdem hält es fest, dass die bankengesetzliche Revision von privaten Revisionsstellen durchgeführt wird und die Aufsicht über die Banken der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) obliegt.

Quelle: Schweizerische Nationalbank

 

 

 

Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)

Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)

Die BIZ wurde 1930 gegründet. Sie fördert die internationale Zusammenarbeit in Währungs- und Finanzfragen. Die Präsidenten der Zentralbanken der BIZ-Mitglieder treffen sich regelmässig zum Informationsaustausch. Die BIZ stellt das Sekretariat für verschiedene Ausschüsse und Expertengruppen. Als Bank der Zentralbanken verwaltet sie Währungsreserven zahlreicher Länder und internationaler Finanzinstitutionen. Ferner gewährt sie bilaterale Währungshilfekredite und amtet als Gegenpartei der Zentralbanken für deren finanzielle Transaktionen.

Quelle: Schweizerische Nationalbank

 

 

 

Basel II, Basel III

Basel II, Basel III

Die vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht erlassene Basler Eigenkapitalvereinbarung bezweckt, die Stabilität des internationalen Finanzsystems zu stärken und die Wettbewerbsgleichheit unter den Banken zu fördern. In der im Jahr 1988 verabschiedeten ursprünglichen Version der Basler Eigenkapitalvereinbarung stand die Mindestdeckung von Kreditrisiken im Vordergrund. Die im Jahr 2004 veröffentlichte erste Revision, Basel II, sieht zum einen eine risikosensitivere Gestaltung der Eigenmittelvorschriften vor. Zum andern wird diese Säule der minimalen Eigenmittelanforderungen durch zwei weitere Säulen ergänzt, welche die aufsichtsrechtlichen Überprüfungsverfahren sowie den wirksamen Einsatz der Marktdisziplin betreffen. Eine im Jahr 2010 veröffentlichte weitere Revision, Basel III, erfolgte als Reaktion auf die im Jahr 2007 ausgebrochene globale Finanzkrise. Neben strengeren und antizyklisch wirkenden Eigenkapitalanforderungen wird darin ein weltweiter Minimalstandard für Liquidität angestrebt.

Quelle: Schweizerische Nationalbank

 

 

 

Bundesanleihe

Bundesanleihe

Bei einer Bundesanleihe handelt es sich um eine festverzinsliche Schuldverschreibung (Obligationsanleihe) der Schweizerischen Eidgenossenschaft, mit der sich diese mittel- bis langfristig am Kapitalmarkt verschuldet.

Quelle: Schweizerische Nationalbank

 


C

 

 

Clearing

Clearing

Clearing ist der Prozess, der die Übermittlung, Abstimmung, Bestätigung und unter Umständen die Aufrechnung (Netting) gegenseitiger Verpflichtungen sowie die Ermittlung der Schlusspositionen vor der eigentlichen Abwicklung einer Zahlung oder Effektentransaktion beinhaltet.

Quelle: Schweizerische Nationalbank

 

 

 

Corporate Finance

Corporate Finance

Corporate Finance behandelt die Investitions- und Finanzierungspolitik sowie die Liquiditätspolitik einer Unternehmung. Dabei wird die Unternehmung aus einer finanzwirtschaftlichen Perspektive betrachtet. Dies ist namentlich im Zusammenhang mit der Investitionspolitik wichtig. Corporate Finance geht nicht besonders auf technische, produkt- und marktwirtschaftliche Sachverhalte ein, sondern betrachtet die Auswirkungen von Investitionen in finanzieller Hinsicht (Finanzbedarf für Investitionen, spätere Geldrückflüsse von Investitionen, Auswirkungen von Investitionen auf den Unternehmenswert). Ausserdem deckt Corporate Finance die Themen der Wertgenerierungsorientierung sowie die Finanzpublizität ab.

Quelle: Universität Zürich, Institut für Banking und Finance

 

 

 

Corporate Real Estate Management (CREM)

Corporate Real Estate Management (CREM)

Unter CREM wird die Führungskonzeption für die Optimierung des Immobilienbestandes von ,"non-property companies" verstanden. Unter CREM wird das aktive, ergebnisorientierte, strategische wie operative Management betriebsnotwendiger und nicht betriebsnotwendiger Immobilien verstanden werden. Als unternehmerische Führungskonzeption richtet es sich an "nonproperty companies", die im Rahmen ihrer Unternehmensstrategie über umfangreichen Grundbesitz verfügen.

 


D

 

 

Deflation

Deflation

Deflation ist das Gegenteil von Inflation und bezeichnet ein über mehrere Perioden anhaltendes Sinken des allgemeinen Preisniveaus. Die Deflationsrate misst die prozentuale Abnahme des Preisindexes. Entsprechend zur Inflation führt Deflation zu einem Anstieg der Kaufkraft des Geldes. (Disinflation).

Quelle: Schweizerische Nationalbank

 

 

 

Direct Banking

Direct Banking

Bank-Dienstleistungen werden beim Direct Banking automatisch ausgeführt. Beratung und Verkauf finden nicht in Filialen, sondern über Telefon, Internet oder postal statt.

Quelle: UBS Bankfachwörterbuch

 

 

 

Direkte Immobilienanlagen

Direkte Immobilienanlagen

Als direkte Immobilienanlagen werden direkte Investments in Immobilien bezeichnet. Juristisch gesehen ist es unbewegliches Gut, woher sich auch das Wort Immobilie ableitet: Lateinisch "immobilis" für nicht bewegliche Sache. Der Kauf von Liegenschaften wird je nach Investor mit Eigen- und/oder Fremdkapital finanziert. Immobilität und eingeschränkte Handelbarkeit einer Immobilie führen dazu, dass das Eigenkapital langfristig gebunden bleibt. Das Eigenkapital stellt einen gewissen Risikoanteil für den Investor dar. Das Fremdkapital ist konjunktur-abhängig und folgt den allgemeinen Zinstrends. Dies kann je nach Finanzierung bei steigen denen Zinsen zu einer erheblichen Mehrbelastung führen.

Quelle: Direkte oder indirekte Immobilienanlagen -E. Kohli; M. Mottola; S. Niethammer

 

 

 

Disinflation

Disinflation

Disinflation bezeichnet eine Verminderung der Inflation, jedoch nicht ein Sinken des Preisniveaus (Deflation). Disinflationspolitik zielt darauf ab, die Inflationsrate in einer Volkswirtschaft zu reduzieren. (Sacrifice Ratio).

Quelle: Schweizerische Nationalbank

 

 

E

 

Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA

Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA

In der Schweiz obliegt die Bankenaufsicht im Unterschied zu zahlreichen anderen Ländern nicht der Zentralbank, sondern einer unabhängigen Vollzugs- und Überwachungsbehörde des Bundes, nämlich der FINMA (zuvor Eidgenössische Bankenkommission, EBK). Die FINMA hat zur Aufgabe, (1) den Gläubiger- und Einlegerschutz zu sichern, (2) die Funktionsfähigkeit des Banken- und Effektenmarktes zu gewährleisten, (3) die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zu überprüfen und (4) die zum Gesetzesvollzug notwendigen Verfügungen zu treffen. Die FINMA ist somit nur für die Einhaltung der Rahmenbedingungen verantwortlich, sie greift aber nicht in die Geschäftstätigkeit der Banken ein.

Quelle: Schweizerische Nationalbank


 

 

Ertragswertmethode

Ertragswertmethode

Der Ertragswert wird durch Division des jährlichen Mietertrages (oder des Mietwertes) mit einem angemessenen Kapitalisierungszinsfuss berechnet. Der Kapitalisierungszinsfuss liegt bei Mehrfamilienhäusern je nach Art und Alter des Gebäudes 2-3 Prozentpunkte über dem aktuellen Zinsfuss für 1. Hypotheken.

Quelle: HEV Schweiz


F

 

 

Facility Management

Facility Management

Facility Management ist ein unternehmerischer Prozess, der durch die Integration von Planung, Kontrolle und Bewirtschaftung bei Gebäuden, Anlagen und Einrichtungen (facilities) und unter Berücksichtigung von Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung eine verbesserte Nutzungsflexibilität, Arbeitsproduktivität und Kapital-Rentabilität zum Ziel hat. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass es sich um ein strategisches Gesamtkonzept, welches hohe betriebswirtschaftliche und technische Kompetenz erfordert, handelt. Das Konzept beginnt schon in der Vorplanung und begleitet das Gebäude während seines gesamten Lebenszyklus


 

 

FATCA (Foreign Account Tax Compliance Act)

FATCA (Foreign Account Tax Compliance Act)

Jeder ausländische Finanzintermediär wird durch FATCA aufgefordert, mit dem IRS einen Vertrag zu schliessen. Gemäss dem Vertrag verpflichtet sich der FFI, dem IRS auf jährlicher Basis die folgenden Informationen zu übermitteln, sofern es sich bei den Kontoinhabern um US-Personen oder um Non-US-Gesellschaften mit mehr als 10% direkter oder indirekter Beteiligung von US-Personen handelt.


G

 

 

Geldmarkt

Geldmarkt

Der Geldmarkt ist der Markt für die Aufnahme und Anlage von kurzfristigen Geldern. Als kurzfristig gelten im Wesentlichen Gelder mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr. Neben der Zentralbank und den Geschäftsbanken, die sich gegenseitig Zentralbankgeld zur Verfügung stellen, treten als Akteure auch öffentliche und private Nichtbanken auf dem Geldmarkt auf (Kapitalmarkt).

Quelle: Schweizerische Nationalbank


 

 

Geldpolitik

Geldpolitik

Geldpolitik ist der Einsatz der geldpolitischen Instrumente durch die Zentralbank zur Erreichung wirtschaftspolitischer Ziele. Die Geldpolitik ist damit ein Teilgebiet der Wirtschaftspolitik. Die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank zielt darauf ab, der Wirtschaft zu ermöglichen, ihre Produktionskapazität auszuschöpfen, ohne mittelfristig die Preisstabilität zu gefährden. Zu ihren Instrumenten gehören insbesondere das Offenmarktgeschäft (Repo-Geschäfte, Devisenswaps, An-und Verkauf von Devisen und Wertschriften) sowie das Lombardgeschäft.

Quelle: Schweizerische Nationalbank


 

 

Geschäftsmodell

Geschäftsmodell

Es gibt zahlreiche betriebswirtschaftliche Definitionen für den Begriff Geschäftsmodell (engl. business model). Ein Geschäftsmodell ist eine modellhafte Beschreibung eines Geschäftes. Die Beschreibung von Geschäftsmodellen soll helfen die Schlüsselfaktoren des Unternehmenserfolges zu erklären. Weder in der Wissenschaft noch in der Praxis besteht eine allgemein akzeptierte Definition.

Quelle: UBS Bankfachwörterbuch


 

 

Grossbanken

Grossbanken

Die Grossbanken stellen gemessen an der Bilanzsumme, am Ertrag und am Personalbestand die grösste Bankengruppe in der Schweiz dar. Sie sind Universalbanken und bieten eine umfassende Palette an Bankgeschäften im In- und im Gegensatz zu den meisten andern Bankengruppen auch im Ausland an. Neben dem Kreditgeschäft spielen die Grossbanken auch im Interbank-, im Vermögensverwaltungsgeschäft sowie im Geschäft mit derivativen Instrumenten eine wichtige Rolle.

Quelle: Schweizerische Nationalbank


H

 

 

Handels- und Börsenbanken

Handels- und Börsenbanken

Die Handelsbanken sind in der Regel Universalbanken, bei denen neben den kommerziellen Krediten an Handel, Industrie und Gewerbe auch die Hypothekaranlagen eine Rolle spielen. Die Börsenbanken sind auf Börsen-, Effekten- und Vermögensverwaltungsgeschäfte spezialisiert.

Quelle: Schweizerische Nationalbank


 

I

 

Immobilienfond

Immobilienfond

Gemeinschaftliche Kapitalanlage in Liegenschaften, die von einer Fondsleitung nach dem Grundsatz der Risikoverteilung für Rechnung der Anleger verwaltet wird.



 

Immobilien Asset Management / Real Estate Management

Immobilien Asset Management / Real Estate Management

Unter Immobilien- oder Real Estate Asset Management werden alle Tätigkeiten verstanden, die zur Durchsetzung eines Investmentziels zusammenwirken. Dazu gehört die ständige Überprüfung aller Aspekte einer Immobilie, von der Marktsituation über die Art und Weise der Nutzung, der Instandsetzung bis hin zu Fragen der Vermietung. Es müssen alle Einflüsse, die den Wert einer Immobilie verändern, durch das Asset Management erkannt, interpretiert und aktiv gesteuert werden. Eine wichtige Stellung nimmt hierbei das Risikomanagement ein. Alle Entscheidungen hinsichtlich einer Asset Allokation sollten nur unter hinreichender Berücksichtigung des Risikoaspekts erfolgen.



 

Indirekte Immobilienanlagen

Indirekte Immobilienanlagen

Indirekte Immobilienanlagen sind Anlagegefässe, an welchen sich Investoren mit verschiedenen Beiträgen beteiligen können. Bei indirekten Anlagen erwirbt der Investor Anteilsscheine an einem Anlagegefäss, welches Grundstücke oder dringliche Rechte an solchen erwirbt. Im Grundbuch erscheint als Eigentümer das Anlagegefäss und nicht der Anleger. Fonds-, Aktiengesellschaften oder Stiftungen sind Eigentümer der Immobilien. Das eingesetzte Management optimiert diese Anlagen und übernimmt die dazu notwendigen Aufgaben für Investoren.

Quelle: Direkte oder indirekte Immobilienanlagen -E. Kohli; M. Mottola; S. Niethammer


 

 

Inflation

Inflation

Inflation ist ein über mehrere Perioden anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Mit einem inflationären Prozess geht ein Kaufkraftverlust des Geldes einher. Preisveränderungen bei einzelnen Gütern (Waren und Dienstleistungen) oder Gütergruppen, die veränderte Nachfrage- und Angebotsrelationen auf funktionierenden Märkten widerspiegeln, sind dagegen nicht mit Inflation gleichzusetzen. Gemessen wird die Inflation mit Hilfe eines Preisindexes Konsumentenpreisindex). Die Inflationsrate misst die prozentuale Zunahme des Preisindexes. Deflation, Disinflation)

Quelle: Schweizerische Nationalbank


 

 

Institutionelle Anleger

Institutionelle Anleger

Institutionelle Anleger sind Grossinvestoren mit regelmässigem Anlagebedarf; im Immobiliensektor vor allem Versicherungen, Pensionskassen, Vorsorgestiftungen und Anlagefonds.



K

 

KAG Revision

KAG Revision

Im Rahmen der KAG-Teilrevision sollen die Vorschriften bezüglich Verwaltung, Verwahrung und Vertrieb von kollektiven Kapitalanlagen an die neuen internationalen Standards, insbesondere an die AIFMD angepasst werden, um den Anlegerschutz zu verbessern sowie die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit des Fondsplatzes Schweiz zu erhalten. Für Schweizer Finanzdienstleister und deren Produkte soll dadurch der Zugang zu den europäischen Finanzmärkten sichergestellt werden. Ausserdem soll die Zuwanderung ausländischer Marktteilnehmer, die sich keiner Regulierung unterstellen wollen, verhindert werden.

Quelle: KPMG AG



 

Kantonalbanken

Kantonalbanken

Konstituierendes Merkmal der Kantonalbanken ist, dass der Kanton eine Beteiligung von mehr als einem Drittel des Kapitals halten und über mehr als einen Drittel der Stimmen verfügen muss. Die Kantonalbanken sind heute weitgehend Universalbanken mit einem stark ausgeprägten Spar- und Hypothekargeschäft. Für ihre Verbindlichkeiten kann der Kanton die vollumfängliche oder teilweise Haftung übernehmen.

Quelle: Schweizerische Nationalbank



 

Kapitalmarkt

Kapitalmarkt

Der Kapitalmarkt ist analog zum Geldmarkt der Markt für die Aufnahme und Anlage von mittel- bis langfristigen Mitteln. Die Überlassungsdauer beträgt bei mittelfristigem Kapital in der Regel ein bis vier Jahre und bei langfristigem Kapital fünf und mehr Jahre. In diesem Zusammenhang zu unterscheiden sind der Obligationen- oder Anleihenmarkt, auf dem Schuldverschreibungen (Obligationen) begeben und gehandelt werden, und der Aktienmarkt für Dividendenpapiere (Aktien).

Quelle: Schweizerische Nationalbank



L

 

Libor

Libor

Der Libor (London interbank offered rate) repräsentiert den Zinssatz für unbesicherte Geldmarktkredite an erstklassige Banken. Die betreffenden Banken melden der British Bankers' Association (BBA) bankwerktäglich kurz vor 11.00 Uhr (GMT) den Zinssatz, zu dem sie am Londoner Interbankenmarkt unbesicherte Geldmarktkredite in handelsüblicher Grösse aufnehmen könnten. Der tiefste und höchste Viertel der gemeldeten Zinssätze werden für die Fixierung des Libors nicht berücksichtigt. Der aus den verbleibenden Zinssätzen gebildete Durchschnitt wird als Libor für den jeweiligen Tag fixiert und publiziert. Die Libor-Sätze werden für unterschiedliche Währungen und Laufzeiten festgelegt.

Quelle: Schweizerische Nationalbank



M


 

Mergers & Acquisitions M&A

Mergers & Acquisitions M&A

Mergers & Acquisitions (M&A, M&A-Geschäft, deutsch: Fusionen und Übernahmen) bezeichnet hierbei sowohl den Vorgang an sich als auch die Branche der hiermit befassten Dienstleister wie Investmentbanken, Wirtschaftsjuristen, Wirtschaftsprüfer und Berater. In der Branche der Investmentbanken gilt M&A als Teilbereich der Corporate Finance.

Quelle: UBS Bankfachwörterbuch



 

MiFiD

MiFiD

Richtlinie 2004/39/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21.4.2004 über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID, Abk. für Markets in Financial Instruments Directive).Die Richtlinie will den Wettbewerb stärken und die Integration des europäischen Finanzmarktes durch Harmonisierung des Regelwerks vorantreiben.

Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon



 

Mindestkurs

Mindestkurs

Am 6. September 2011 hat die Nationalbank einen Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro festgelegt. Das bedeutet, dass die Nationalbank den Wechselkurs nicht unter 1.20 Franken pro Euro fallen lässt. Diesen Mindestkurs setzt sie bis auf weiteres mit aller Konsequenz durch und ist bereit, dafür unbeschränkt Devisen zu kaufen. Der Mindestkurs hat zum Ziel, eine mit einer massiven Überbewertung des Frankens verbundene akute Bedrohung der Wirtschaft sowie die damit verbundene Gefahr einer deflationären Entwicklung einzudämmen (Deflation). Ein Mindestkurs ist nicht zu verwechseln mit einer Anbindung des Frankens an eine andere Währung.

Quelle: Schweizerische Nationalbank




N


 

Netting

Netting

Die vereinbarte Aufrechnung von gegenseitigen Positionen oder Verpflichtungen von Gegenparteien oder Systemteilnehmern. Das Netting verringert eine grosse Zahl von Einzelpositionen oder -verpflichtungen auf eine kleinere Zahl von Positionen oder Verpflichtungen.

Quelle: Schweizerische Nationalbank




P


 

Privatbankiers

Privatbankiers

Die Privatbankiers sind schwerpunktmässig im Vermögensverwaltungsgeschäft tätig. Empfehlen sich Privatbankiers nicht öffentlich zur Annahme fremder Gelder, können sie auf die gesetzlich verlangten Zuweisungen an den Reservefonds verzichten, da die Gesellschafter solidarisch haften. Zudem müssen sie weder Jahresrechnung noch Zwischenbilanz veröffentlichen.

Quelle: Schweizerische Nationalbank



 

Private Banking

Private Banking

Das Private Banking bezeichnet eine Betreuung für meist vermögende Kunden, die intensiver und persönlicher ist als im Massenkundengeschäft, dem Retailgeschäft. Es gliedert sich in Vermögensberatung und Vermögensverwaltung auf.

Quelle: UBS Bankfachwörterbuch




R

 

Raiffeisenbanken

Raiffeisenbanken

Die Raiffeisenbanken sind rechtlich selbständige, regional tätige Kleinbanken, welche die lokal anfallenden Spargelder sammeln und diese an die Kreditsuchenden derselben Region abgeben. Sie sind als Genossenschaften organisiert und werden von einem zentralen Verband - dem Schweizer Verband der Raiffeisenbanken - mittels eines Dienstleistungszentrums unterstützt und überwacht. Der Verband garantiert alle Verbindlichkeiten seiner Mitgliedsbanken, während diese für den Verband haften.

Quelle: Schweizerische Nationalbank



 

Real Estate

Real Estate

Real Estate = Englische Bezeichnung für Grundbesitz und Immobilien.



 

Regionalbanken und Sparkassen

Regionalbanken und Sparkassen

Die Regionalbanken und Sparkassen sind schwergewichtig im Spar- und Hypothekargeschäft tätig. Ihre Geschäftstätigkeit ist somit derjenigen der kleineren Kantonalbanken sehr ähnlich, ihr geographisches Tätigkeitsgebiet ist in der Regel jedoch kleiner. Ein Grossteil der Regionalbanken ist dem Verband Schweizer Regionalbanken der RBA-Holding angeschlossen. Die RBA-Holding bildet ein Dach über diese Regionalbanken und stellt den beteiligten Instituten verschiedene Dienstleistungen zur Verfügung. Die der Holding angeschlossenen Banken agieren jedoch weiterhin als selbständige Institute.

Quelle: Schweizerische Nationalbank



 

Retail Banking

Retail Banking

Unter Retail Banking wird in der Regel das Bankgeschäft mit der breiten Bevölkerung verstanden, das vor allem Basisleistungen umfasst. Es zeichnet sich durch eine standardisierte und leicht verständliche Produktpalette aus und zielt auf Personen mit einem Nettovermögen, deren Obergrenze je nach Bank bei etwa 250’000 bis 1 Mio. Franken liegt. Zum Dienstleistungsangebot gehören Kontoführung, Zahlungsverkehr, Kreditkartenvertrieb, einfache Anlageprodukte sowie das Hypothekar- und Kreditgeschäft. Abgesehen von den sich ausschliesslich auf das Private oder Investment Banking konzentrierenden Bankinstituten, bieten sämtliche in der Schweiz tätigen Banken diese Dienstleistungen an. Retail Banking wird über verschiedene Vertriebskanäle betrieben, beispielsweise über ein eigenes Filialnetz, über das Netz von Geldautomaten, über E-Banking oder über das Telefon.

Quelle: Schweizerische Bankiervereinigung, Kompendium



 

S

SECB Swiss Euro Clearing Bank

SECB Swiss Euro Clearing Bank

Durch die Schweizer Banken errichtete Bank in Frankfurt zur Erleichterung des Euro-Zahlungsverkehrs innerhalb der Schweiz sowie zwischen der Schweiz und dem EU-Raum. Die SECB Swiss Euro Clearing Bank, die der deutschen Bankenaufsicht unterstellt ist, führt die Konti, über welche euroSIC abwickelt, kontrolliert den Abwicklungsprozess und steuert die Liquiditätsversorgung. Betrieben wird euroSIC durch die SIX Interbank Clearing AG. SECB wickelt SEPA-konforme Zahlungen ab und verfügt über den Zugang zu europäischen Grossbetrags- und Massenzahlungssystemen (TARGET2, STEP1 und STEP2).

Quelle: Schweizerische Nationalbank




SIC Swiss Interbank Clearing

SIC Swiss Interbank Clearing

SIC (Swiss Interbank Clearing) ist ein elektronisches Interbank-Zahlungssystem, das die SIX Interbank Clearing AG, ein Unternehmen der SIX Group AG und der PostFinance, im Auftrag der Nationalbank seit 1987 betreibt. Es ist ein Bruttoabwicklungssystem in Echtzeit (Real Time Gross Settlement oder kurz RTGS) mit Warteschlangenmechanismus. Die Zahlungen werden individuell und sequentiell das heisst auf Bruttobasis verarbeitet und über die Girokonten der Teilnehmer bei der Nationalbank abgewickelt. Über das SIC wickeln zurzeit mehr als 340 Teilnehmer ihren Grossbetragszahlungsverkehr und einen Teil des Kleinbetragszahlungsverkehrs ab.

Quelle: Schweizerische Nationalbank




Solvenz

Solvenz

Eine Bank oder Bankengruppe ist solvent, wenn sie die geltenden Eigenmittelvorschriften erfüllt. Diese Bedingung impliziert insbesondere, dass sie genügend Aktiven hat, um ihre sämtlichen Verbindlichkeiten befriedigen zu können. Nur wenn eine Bank oder Bankengruppe solvent ist, d.h. über ausreichende regulatorische Eigenmittel verfügt, kann die Schweizerische Nationalbank (SNB) ausserordentliche Liquiditätshilfe leisten. Bei der Beurteilung der Solvenz holt die SNB die Stellungnahme der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) ein.

Quelle: Schweizerische Nationalbank

 

 


S.W.I.F.T.

S.W.I.F.T.

S.W.I.F.T. ist eine von Banken gegründete genossenschaftliche Organisation, die ein Netzwerk betreibt, das den weltweiten Austausch von Zahlungs- und anderen Finanzmeldungen zwischen Finanzinstituten erleichtert.

Quelle: Schweizerische Nationalbank



T

 

Totalunternehmer TU

Totalunternehmer TU

Der Totalunternehmer TUübernimmt als alleiniger Vertragspartner des Bauherrn die Gesamtverantwortung für die Planung und Ausführung von Bauten; garantiert Qualität, Termin und Preis. Der Totalunternehmer übernimmt im Gegensatz zum Generalunternehmer auch die Aufgabe des Architekten.




W

 

Währungshilfegesetz

Währungshilfegesetz

Das Bundesgesetz über die internationale Währungshilfe ist seit Anfang Oktober 2004 in Kraft. Es ermöglicht der Schweiz die Teilnahme an Finanzhilfen zur Verhütung oder Behebung ernsthafter Störungen des internationalen Währungssystems (systemische Hilfe), die Beteiligung an Spezialfonds des Internationalen Währungsfonds (IWF) (insbesondere zur Finanzierung von zinsvergünstigten Krediten an einkommensschwache Länder) sowie die Gewährung von Krediten an Staaten, mit denen die Schweiz besonders eng zusammenarbeitet. Der Bundesrat kann die Nationalbank beauftragen, die Kredite für systemische Hilfe zu finanzieren, wobei der Bund ihr die Rückzahlung garantiert. Zudem kann er die Nationalbank mit ihrer Zustimmung beauftragen, die Beteiligung an Spezialfonds des IWF zu übernehmen, wobei die Kreditrückzahlung ebenfalls vom Bund garantiert wird. Kurz- oder mittelfristige Kredite zugunsten einzelner Staaten, mit denen die Schweiz eng zusammenarbeitet, werden vom Bund finanziert. Der Bundesbeschluss über die internationale Währungshilfe stellt für die Finanzierung von Garantien bzw. Krediten im Rahmen der bilateralen und multilateralen Währungszusammenarbeit einen Kreditplafond von 2,5 Mrd. Franken zur Verfügung.

Quelle: Schweizerische Nationalbank

 

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